Insolvenz von TripRebel

Insolvenz von TripRebel

TripRebel-Gründer Carlos Borges und Gernot Supp [links nach rechts]. Quelle: obs/Companisto/Gerrit Meier

Hamburger Startup vor dem Aus: TripRebel meldet Insolvenz an

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen haben dann doch nicht gereicht: TripRebel ist insolvent. Die Gründe? „Die Werbepreise seien zu hoch, das Wachstum zu langsam“, so der Gründer Carlos Borges. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde noch nicht bestellt. Bislang gibt es auch keine Details, was mit den Mitarbeitern und Kunden passiert.

Im April hätte das Startup seinen vierten Geburtstag gefeiert

TripRebel zählte zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hamburger Startups. Im April 2013 gegründet, steht das Unternehmen – nach knapp vier Jahren – vor dem Aus. Das Startup konnte sich nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der Reisemarkt sei derart hartumkämpft, dass das Buchungsportal nun aufgeben musste; das Unternehmen ist nicht nur zu langsam gewachsen, sondern konnte sich auch nicht die hohen Preise im Werbesegment leisten. Die Neufokussierung konnte keine positive Veränderung mehr herbeiführen. Das Unternehmen hat, nachdem die Anschlussfinanzierung nicht zustande kam, mit 17. Januar Insolvenz angemeldet.

Preise und Auszeichnungen haben nicht geholfen

Kunden sollten, wenn sie über die Plattform ihre Reise gebucht haben, auch nach dem Abschluss der Buchung von Upgrades und Preissekunden profitieren. Eine Idee, die zahlreiche Anhänger fand: Das Startup gewann den Startup-Pitch des Reeperbahn-Festivals (2014), den Tech-All-Stars-Wettbewerb der EU (2015) und setzte sich beim SXSW-Festival im „Travel & Mobility“-Bereich durch (ebenfalls 2015). Die Idee hat überzeugt – am Ende hat es aber nicht gereicht. Der Buchungsmarkt ist derart heißumkämpft, dass die Unternehmensgründer jetzt nur noch auf eine erfolgreiche Vergangenheit blicken können.

Borges verspricht „bestmögliche Lösung“

Doch was passiert mit den Kunden und Mitarbeitern? Bislang konnten diese Fragen nicht beantwortet werden. Carlos Borges, der Gründer des Hamburger Startups, gab jedoch im Rahmen eines Interviews bekannt, die bestmögliche Lösung zu garantieren. Details konnten aber noch nicht präsentiert werden.

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